Die Enthärtungsanlage

 

Kalk im Wasser meint immer das Vorhandensein von Calcium- und Magnesiumionen. In kaltem Wasser ist Kalk unproblematisch. Erst bei erhöhten Temperaturen kommt es zum Kalkausfall. Dieser zeigt sich in Form von weißen Ablagerungen an wasserberührenden Flächen. Die Kalkschicht fungiert zwar als Korrosionsschutz, jedoch hemmt sie auch den Wärmeübergang, etwa auf Wärmeübertragerplatten. Bei der Enthärtung von Wasser werden die Calcium- und Magnesiumionen durch mengengleiche Natriumionen ersetzt. Dies erfolgt in einem Harzbett, das mit Natriumionen beladen ist. Das Harz befindet sich in einer sog. Harzpatrone, die als stehender Zylinder ausgeführt ist. Eine weitere Komponente der Enthärtungsanlage ist der Solebehälter. In diesem befindet sich Natriumchlorid-Lösung, die zur Regeneration des Harzes dient. Aufgrund des großen Bestrebens des Wassers, die Natriumionen an sich zu binden, kommt es zum Austausch der Calcium- und Magnesiumionen durch Natrium. Sind alle Natriumionen des Harzes aufgebraucht, sodass kein Austausch mehr stattfinden kann, wird das Harz regeneriert. Die Regeneration erfolgt in 5 Stufen und wird durch den Steuerkopf der Harzpatrone automatisch eingeleitet.

 

Im Zuge der Regeneration wird zunächst das Harzbett rückgespült. Dabei wird das in der Austauschersäule befindliche Harz aufgelockert und Verunreinigungen abgeleitet. Die eigentliche Regeneration erfolgt durch die Einleitung der Natriumchlorid-Lösung in die Austauschersäule. Die Sole wird aus dem Solebehälter gepumpt. Bei der Beaufschlagung des Harzes mit der Sole gibt das Harz die aufgenommenen Calcium- und Magnesiumionen ab und nimmt das Natrium aus der Salzlösung auf. Nach dem Durchströmen des Harzzylinders mit der Salzlösung wird die verbleibende Salzlösung ausgespült, der Solebehälter mit neuem Wasser befüllt und der normale Betriebszustand der Anlage wieder eingenommen.

 

Während der Regeneration des Harzbettes, kann von der betreffenden Patrone kein Weichwasser bereitgestellt werden. Um etwaige Engpässe zu vermeiden, können Aufbau und Dimensionierung der Anlage an Ihre jeweiligen Anforderungen und Ihre gewünschte Fahrweise angepasst werden. Es können Ein- oder Zwei-Säulen-Anlagen zur Anwendung kommen. Der erste Fall ist günstig, wenn keine kontinuierliche Bereitstellung von Weichwasser erforderlich ist. In diesem Fall kann die Regeneration beispielsweise über Nacht während Betriebsstillstand erfolgen. Wird in Ihrem Prozess jedoch kontinuierlich bzw. sehr große Mengen Weichwasser benötigt, kann die Ein-Säulen-Anlage entweder mit einem zusätzlichen Puffertank ausgestattet werden, der die Bereitstellung des Weichwassers während der Regenerationsphase sicherstellt. Alternativ kann eine zweite Säule installiert werden. Während die eine Säule Weichwasser liefert, kann die zweite regeneriert werden.

 

 

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