

Automatische Enthärtungsanlagen
Allgemeine Funktionsweise
Entsprechend den spezifischen Anforderungen können Ein- oder Zwei-Säulen-Anlagen zur Anwendung kommen.
Der Einsatz von Ein-Säulen-Anlagen eignet sich für den kleineren und unregelmäßigen Wasserbedarf, wobei die Regeneration außerhalb der Betriebsstunden, z. B. über Nacht erfolgen kann.
Es ist zu beachten, daß während der Regeneration kein Weichwasser zur Verfügung steht. Die Anlage besteht im wesentlichen aus einer mit Austauschharz gefüllten Enthärtersäule mit 5-Stufen-Ventil, einem Solebehälter und einer elektronischen Steuereinheit.
Der Einsatz von Zwei- oder Mehr-Säulenanlagen empfiehlt sich bei regelmäßigem und kontinuierlichem Verbrauch größerer Mengen Weichwasser. Während die eine Säule Weichwasser liefert, kann die Regeneration der zweiten Säule erfolgen. Es steht also permanent Weichwasser zur Verfügung. Die Anlage besteht aus zwei Harzpatronen und einem Solebehälter. Jede Säule ist mit einem 5-Stufen-Ventil und einer elektronischen Steuerung ausgerüstet.
Enthärtungsvorgang
Bei der Enthärtung werden die im Rohwasser enthaltenen Calcium- und Magnesiumionen, die Härtbildner des Wassers, durch äquivalente Mengen Natrium ausgetauscht.
Dies geschieht beim Durchströmen des Wassers durch die Enthärtersäulen. Das sich in den Säulen befindliche, granulatartige Material wird beim Durchströmen umspült.
Bei diesem Umspülen erfolgt der Austausch der Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen. Ist das Austauschharz mit Calcium- und Magnesiumionen gesättigt, wird das Harz mit einer Kochsalzlösung regeneriert. Das NaCl verdrängt die aufgenommenen Calcium- und Magnesiumionen, die mit dem Abwasser abgeführt werden. Gleichzeitig erfolgt das Aufladen des Harzes mit Na-Ionen.
Die einzelnen Regenerationsphasen:
Rückspülung
Ein geregelter, aufwärts gerichteter Wasserstrom lockert das in den Austauschersäulen befindliche Harz auf und führt angesammelte Verunreinigungen ab.
Besalzungsphase
Die Ionenaustauscher werden mit einer NaCl-Lösung regeneriert, welche automatisch aus dem Solebehälter abgesaugt wird.
Eine langsame Spülung erfolgt; bei genau angepaßter Spülgeschwindigkeit werden die verdrängten Calcium- und Magnesiumsalze sowie überschüssiges Kochsalz entfernt. Danach wird eine schnelle Spülung durchgeführt; die Ionenaustauscher werden wieder zusammengedrängt und eventuelle Unreinheiten vom Filterboden entfernt. Durch Niveauregulierung wird automatisch der Solebehälter wieder aufgefüllt.
Anschließend erfolgt die Rückschaltung in die Betriebsphase.
Für die Einleitung bzw. Steuerung der Regeneration sind drei Steuerungsarten vorgesehen:
1. Zeitsteuerung
2. Mengensteuerung
3. Qualitätssteuerung
1. Zeitsteuerung
Die Regeneration der Anlage wird nach einem vorgewählten Zeitplan mittels der elektronischen Programmuhr ausgelöst. Die Programmuhr ermöglicht u. a. eine tägliche Regeneration; sie besteht aus einer Zeit- und einer Regenerationsuhr mit sehr einfachen Einstellmöglichkeiten.
Die Zeituhr übermittelt die Impulse zur Auslösung der Regeneration zu einem vorgewählten Zeitpunkt. Die Regenerationsuhr steuert die einzelnen Regenerationsstufen über ein 5-Stufen-Ventil.
2. Mengensteuerung
Ein in die Weichwasserleitung installierter Kontakt-Wassermengenmesser erfaßt den Weichwasserverbrauch und übermittelt mengenproportional Impulse an eine Steuerungseinheit zur Enthärtungsanlage. Ist die Kapazität der Enthärtersäule bzw. Säulen erschöpft, erfolgt die Regeneration. Die Kapazität der Enthärtersäule ergibt sich aus der eingefüllten Harzmenge. In das Steuergerät werden die Kapazität in m3X°dH und die Rohwasserhärte in °dH eingegeben. Das Gerät errechnet daraus die enthärtbare Wassermenge. Diese wird beim frisch regenerierten Enthärter durch die Impulse des Kontaktwassermengenmessers subtrahiert. Wenn "NULL" erreicht ist, wird der Regenerationsvorgang eingeleitet und auf die frisch regenerierte Säule umgeschaltet, die dann ihrerseits das Wasser enthärtet. Die Anlage regeneriert somit in Abhängigkeit vom Wasserverbrauch.
3. Qualitätssteuerung
Der Sensorcontroller SE- ist ein Steuergerät für den qualitätsgesteuerten Betrieb von Wasserenthärtungsanlagen mit Hartwassersensoren.
Entgegen den üblichen Steuerungen (wie z.B. Wassermesser-Steuerung) handelt es sich bei diesem Gerät um eine Regelung, bei der die einzigste interessierende Größe, die Wasserhärte, überwacht wird.
Durch entsprechende Einstellung kann sogar vor dem tatsächlichen Härtedurchbruch der Laufzyklus unterbrochen werden.
Der Zustand des Austauschfilters wird laufend angezeigt.
Bei erfolgloser Regeneration, aus welchem Grund auch immer, wird eine Störung angezeigt. Diese Störung kann zum Abschalten eines Gerätes, zur Sperrung der Wasserzufuhr oder zur Fernmeldung an eine Leitstelle benutzt werden.
Die Regeneration wird optisch angezeigt. Zusätzlich stehen potentialfreie Kontakte zur Schaltung von Geräten zur Verfügung.
Weitere Vorteile:
Optimale wirtschaftliche Fahrweise der Anlage, keine zu frühe oder späte Regeneration. Daraus resultierend bestmögliche Salzausnutzung. Ideal für Umkehrosmoseanlagen und Dampfkessel, bei denen absolute Härtefreiheit gefordert ist.
Wartung
Z&H Wassertechnik nimmt im Rahmen eines Wartungsvertrages periodisch Inspektionen vor, entnimmt Wasserproben und analysiert sie. Aufgrund von Inspektionen und Analyse erhält der Kunde entsprechende Empfehlungen.
Z&H Wassertechnik führt bei Abschluß eines Wartungsvertrages einen regelmäßigen oberwachungsdienst durch und gewährleistet den ordnungsgemäßen Betrieb der Wasserbehandlungsanlage unter der Voraussetzung, daß diese gemäß den Empfehlungen gefahren wird.